Trainer David Hante reiste mit Teilen der TG 1 zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) nach Berlin. Insgesamt konnte das Team dort zufriedenstellend abschneiden und wichtige Erfahrungen auf nationalem Top-Niveau sammeln.
Die Trainingsgruppe bestand aus David Laikom, Pia Zillmann, Sara Höschen, Lukas Sarcevic, Daria Sklyar, Marharyta Mohiliei und Dora Milovanovic.
Besonders erfreulich war die Leistung von David Laikom über 100m Freistil in 55,25. Er schwamm damit nahezu exakt an seine Bestzeit (55,20) heran und erzielte die zweitbeste Zeit seiner bisherigen Karriere. Vor dem Hintergrund einer vorausgegangenen Erkältung ist diese Leistung sehr positiv einzuordnen. Die ersten 50 Meter in 25,9 waren sehr stark, auf der zweiten Rennhälfte sowie insbesondere auf den letzten Metern zeigte sich jedoch ein Leistungsabfall, der vermutlich auf die noch nicht vollständig ausgeheilte Erkältung zurückzuführen ist. Der angestrebte Finaleinzug wurde als Neunter knapp verpasst.
Über 50m Freistil schwamm David Laikom sowohl im Vorlauf als auch im Finale Bestzeit. Bei der zweiten Atmung bei etwa 35 Metern kam er kurz aus dem Rhythmus und verlor etwas Frequenz. Ohne diesen technischen Bruch wäre eine Zeit unter 25 Sekunden realistisch gewesen.
Auch Lukas Sarcevic zeigte insgesamt gute Leistungen. Über 50m Brust schwamm er in 30,55 seine zweitbeste Zeit (Bestzeit 30,19). Besonders die technische Umsetzung im Bereich des Aufstellens und des beschleunigten Schließens der Beine war deutlich verbessert. Die Frequenz lag eher im Bereich eines 100m-Anfangstempos. Über 50m Freistil ging er sehr schnell an (10,7 auf den ersten 25m) und zeigte eine hohe Anfangsfrequenz, verlor jedoch auf der zweiten Rennhälfte etwas an Tempo (24,77 gegenüber 24,38).
Für Sara Höschen war die Teilnahme an der DJM die Erfüllung eines großen sportlichen Ziels. Sie beschrieb das Erlebnis selbst als noch surreal. Auch wenn keine neue Bestzeit erreicht wurde, zeigte sich ihre Leistung stabiler und kontrollierter als in den Wochen zuvor. Besonders positiv hervorzuheben ist ihre mentale Entwicklung: Sie war nach dem Rennen zufrieden, hatte sichtbar Freude am Wettkampf und nahm ihre erste DJM als sehr positives Erlebnis mit.
Daria Sklyar schwamm über 200m Freistil in 2:16,13 ihre zweitbeste Zeit hinter ihrem starken Auftritt bei den NRW-Meisterschaften (2:14,37). Im Vorfeld berichtete sie selbst von einem hohen Stresslevel. Zusätzlich waren die Rahmenbedingungen in Berlin suboptimal, da durch späte Frühstückszeiten und parallellaufendes Einschwimmen nur wenig Ruhe vor dem Start möglich war. Dennoch waren die ersten 50 und 100 Meter (31,2 – 1:05,5) schneller als bei den NRW-Meisterschaften. Auf der zweiten Rennhälfte konnte sie das Niveau nicht ganz halten. Insgesamt ist die Leistung dennoch positiv zu bewerten, insbesondere vor dem Hintergrund der Umstände. Besonders hervorzuheben ist, dass sie ihr Saisonziel – die Teilnahme an der DJM – erfolgreich erreichen konnte.
Bei Pia Zillmann lag der Schwerpunkt in Abstimmung mit Konstantin auf den 200m Brust am Ende der Meisterschaften. Über 50m Brust zeigte sie in 35,56 eine solide Leistung (knapp über Bestzeit 35,43). Der Anschlag war etwas lang, wodurch eine neue Bestzeit knapp verpasst wurde. Über 100m Brust (1:20,47) fiel insbesondere der deutliche positive Split (37,56 – 42,91) auf. Über 200m Brust ging sie sehr ambitioniert an, musste das Tempo im Verlauf jedoch reduzieren. Dennoch blieb sie über die ersten 100 Meter auf hohem Niveau (37,40 / 1:20,55). Auf der zweiten Rennhälfte verlor sie kontinuierlich an Tempo. Insgesamt war sie dennoch zufrieden, auch im Vergleich zum Vorjahr. Technisch war das Rennen stabil und stellte ihre zweitbeste Leistung dar. Die Saisonziele hatte sie bereits zuvor bei den offenen NRW-Meisterschaften erreicht.
Für Dora Milovanovic stand die DJM vor allem im Zeichen des Sammelns von Erfahrung auf nationalem Niveau. Sie zeigte dabei engagierte Leistungen und konnte wichtige Impulse für ihre weitere Entwicklung mitnehmen. Auch wenn es in diesem Jahr noch nicht zu Spitzenplatzierungen oder Bestzeiten reichte, war die Teilnahme ein wichtiger Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung und ein wertvoller Bestandteil der gemeinsamen Wettkampferfahrung in Berlin.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Trainingsgruppe bei den DJM in Berlin (09.06.2026 – 13.06.2026) insgesamt zufriedenstellend abgeschnitten hat. Viele Athletinnen und Athleten konnten ihre aktuellen Leistungen bestätigen oder ihre jeweils zweitbesten Karrierezeiten erzielen. Neben den Ergebnissen stand insbesondere das Sammeln von Wettkampferfahrung und die positive Entwicklung der einzelnen Sportlerinnen und Sportler im Vordergrund.