Die Offenen NRW-Meisterschaften am 21. und 22. März 2026 in Wuppertal verliefen für unseren Verein mit Licht und Schatten. Eine verspätete Anreise aufgrund von Zugausfällen sowie organisatorische Schwierigkeiten in der Unterkunft – insbesondere rund um die Verpflegung – erschwerten dabei die unmittelbare Wettkampfvorbereitung.
Bereits die Anreise am Freitag gestaltete sich schwierig: Nach einem kurzfristigen Tausch der Trainingszeit mit der TG 2, um noch eine Wassereinheit absolvieren zu können, verzögerte sich die Fahrt aufgrund von zwei Zugausfällen erheblich. Statt wie geplant um 20 Uhr erreichte die Mannschaft ihre Unterkunft erst gegen 23 Uhr. Entsprechend spät fanden alle zur Ruhe – keine ideale Voraussetzung für einen erfolgreichen Wettkampfstart am nächsten Morgen. Dies spiegelte sich leider auch in einigen EnM-Zeiten am Samstag wider.
Am Sonntag verschärfte sich die Situation zusätzlich: Aufgrund organisatorischer Probleme im Hotel konnte kein Frühstück bereitgestellt werden, was die Vorbereitung auf die Wettkämpfe weiter beeinträchtigte.
Trotz dieser Widrigkeiten gab es erfreuliche Einzelleistungen:
David Laikom (Jg. 2011) überzeugte insbesondere über 100 m Freistil mit einer deutlichen Steigerung seiner persönlichen Bestzeit von 57,27 auf 55,77 Sekunden. Damit qualifizierte er sich für das Jugendfinale (Jg. 2010–2012) und konnte sich dort nochmals auf 55,66 Sekunden verbessern, was ihm als einer der jüngeren Jahrgänge einen starken 4. Platz einbrachte. Grundlage dieser Entwicklung war eine technische Umstellung in der Armführung, die zu einer höheren Frequenz und besseren Stabilität auf der zweiten Rennhälfte führte. Zusätzlich erreichte David die Finals über 50 m Freistil und 50 m Rücken.
Amelie Saika (2010) zeigte über 100 m Rücken großen Kampfgeist: Trotz Erkältung steigerte sie sich von 1:13,97 auf starke 1:12,43 Minuten und unterbot damit deutlich ihre bisherige Leistung.
Ein gelungenes NRW-Debüt feierte Jette Schachler (2012) über 200 m Brust. Sie verbesserte ihre Bestzeit von 2:59,61 auf 2:58,60 Minuten. Besonders hervorzuheben ist ihr mutiger Rennbeginn mit einer 100 m-Zwischenzeit in Bestzeit, auch wenn sie auf den letzten 50 m etwas einbrach. Technisch präsentierte sie sich deutlich stabiler und „reifer“ als bei vorherigen Wettkämpfen.
Pia Zillmann (2008) durchbrach gleich zwei wichtige Schallmauern: Über 200 m Brust blieb sie erstmals unter 2:50 Minuten (2:49,72) und überzeugte mit einer verbesserten Renneinteilung sowie einem starken dritten Streckenabschnitt. Auch über 100 m Brust gelang ihr mit 1:19,83 erstmals der Sprung unter die 1:20-Marke.
Ben Oliver Schacher (2010) glänzte insbesondere im Jugendfinale über 50 m Rücken, wo er seine Bestzeit auf 30,02 Sekunden steigern konnte. Darüber hinaus qualifizierte er sich für weitere Finals über 50 m Freistil und 100 m Rücken.
Auch Dora Milovanovic (2008) konnte sich über 50 m Rücken steigern und ihre persönliche Bestzeit auf 32,61 Sekunden verbessern.
Neben diesen positiven Ergebnissen gab es auch wichtige Erkenntnisse für die weitere Trainingsarbeit:
Einige Athletinnen und Athleten setzten sich selbst zu stark unter Druck, was sich insbesondere bei Einzelstarts bemerkbar machte. Gleichzeitig zeigten Staffelleistungen, wie etwa bei der 4×100 m Freistilstaffel, welches Potenzial vorhanden ist. Bei anderen machte sich eine zu geringe Trainingsbeteiligung bemerkbar, insbesondere in Form fehlender Ausdauer auf den längeren Strecken.
Zudem zeigte sich, dass die reduzierte Trainingsumfänge in der Wettkampfwoche für manche Sportlerinnen und Sportler nicht optimal abgestimmt waren. Hier gilt es, die Belastungssteuerung weiter zu individualisieren.
Fazit und Ausblick:
Die Meisterschaften haben deutlich gemacht, dass trotz widriger Umstände und einiger Defizite im Vorfeld viel Potenzial im Team steckt. In den kommenden Wochen wird es entscheidend sein, die Trainingsmöglichkeiten – insbesondere in den Ferien – konsequent zu nutzen, um weitere Qualifikationen für die kommenden NRW-Wettkämpfe sowie die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) zu erreichen.