Die ISDO Race Days in Dortmund am Wochenende des 18. und 19. April stellten für die TG 1 unter der Leitung von Trainer Alex Hante den ersten Wettkampf nach dem Trainingslager dar – und dieser verlief insgesamt sehr zufriedenstellend. Auch Trainer Alex Hante zeigte sich im Anschluss zufrieden mit den gezeigten Leistungen.
Rund die Hälfte der Mannschaft konnte trotz noch anhaltenden Muskelkaters und schwerer Beine bereits deutliche Leistungssteigerungen zeigen. Angesichts der intensiven Belastungen im Trainingslager, nach denen die vollständige Regeneration und Anpassung in der Regel zwei bis drei Wochen in Anspruch nimmt, waren diese Fortschritte nicht unbedingt zu erwarten. Eine Ausnahme bildete Sara, die noch zu erschöpft war – sie gehört zu den Athleten, die besonders hart trainiert haben und aufgrund ihrer höheren Muskelmasse eine längere Regenerationszeit benötigen. Vergleichbare Beobachtungen wurden auch von anderen Trainern, unter anderem vom BSP Essen, berichtet.
Durchwachsener verlief der Wettkampf für jene Sportler, die während der Ferien krankheits- oder urlaubsbedingt nicht durchtrainieren konnten. Vor allem am Sonntag machte sich dies bemerkbar, was zusätzlich durch eine lange und feuchtfröhliche 18. Geburtstagsfeier von einer Schwimmerin am Samstagabend beeinflusst wurde. Dennoch gehört eine Feier mit Spaß und Freude dazu.
Erfreuliche Einzelleistungen gab es dennoch zahlreich: Jule Schachler (Jg. 2012) qualifizierte sich über 50 m Schmetterling in 32,54 Sekunden erstmals für NRW, ebenso wie Volodymyr Prychyna (Jg. 2010) über 50 m Rücken in 31,05 Sekunden.
Darya Sklyar (Jg. 2008) steigerte sich über 800 m Freistil um fast zehn Sekunden und blieb mit 9:53,28 erstmals unter der 10-Minuten-Marke.
Amelie Saika (Jg. 2010) unterbot über 200 m Rücken mit 2:37,87 erstmals die 2:40-Minuten-Grenze und erweiterte damit ihre bisherigen NRW-Qualifikationen um eine weitere Strecke.
Jette Schachler (Jg. 2012) sicherte sich mit 1:24,99 über 100 m Brust ihren zweiten NRW-Start. Besonders beeindruckend waren ihre Leistungssteigerungen über 200 m Freistil (2:27,18; knapp 8 % schneller als ihre bisherige Bestzeit) sowie über 400 m Lagen, die sie erstmals unter sechs Minuten in 5:52,71 absolvierte. Über 200 m Brust wirkte sie hingegen etwas verkopft, da ihre Gedanken bereits beim 400-m-Lagen-Rennen waren, vor dem sie die ganze Woche Respekt hatte.
David Höschen (Jg. 2007) zeigte als erfahrener Athlet trotz eines sehr anspruchsvollen Programms starke Leistungen und stellte neue persönliche Bestzeiten über 200 m und 400 m Lagen sowie über 400 m Freistil auf. Auch Alexander Dolgich (Jg. 2011) konnte sich deutlich verbessern und unterbot seine bisherigen Bestzeiten über 200 m Lagen (2:32,07) und 200 m Schmetterling (2:43,52).
Lukas Sarcevic (Jg. 2008) überzeugte besonders über 50 m Brust: Bereits im Vorlauf sicherte er sich mit 30,19 Sekunden die Pflichtzeit für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Im offenen Finale gewann er die Bronzemedaille. Auch über 50 m Freistil erreichte er das Finale, das aufgrund des engen Zeitplans erst spät am Abend stattfand.
Ben Schachler (Jg. 2010) qualifizierte sich mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 30,00 Sekunden über 50 m Rücken ebenfalls für das Finale, konnte sich dort jedoch nicht weiter steigern.
Eine besonders bemerkenswerte Entwicklung zeigte Magnus Peitz (Jg. 2012): Nach der Umstellung seines Trainings auf Brustschwimmen erzielte er über 100 m Brust eine enorme Leistungssteigerung und verbesserte sich von 1:35 auf 1:23,20. Damit liegt er auf dieser Strecke aktuell am nächsten an der NRW-Pflichtzeit.
Trainer Alex Hante zog ein positives Fazit: „Für den ersten Wettkampf direkt nach dem Trainingslager bin ich mit den Leistungen sehr zufrieden. Viele haben trotz der hohen Vorbelastung deutliche Fortschritte gezeigt. Das ist ein gutes Zeichen für die kommenden Wochen, wenn die vollständige Regeneration einsetzt.“
Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Wettkampf trotz der unmittelbaren Belastungen nach dem Trainingslager viele positive Ansätze und individuelle Fortschritte gezeigt hat. Die kommenden Wochen mit fortschreitender Regeneration lassen auf weitere Leistungssteigerungen hoffen.