Die Langbahnsaison 2026 steht im deutschen Schwimmsport ganz im Zeichen der Qualifikation für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM). Seit Dezember 2025 gilt ein neues Konzept des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV): Normzeiten für die DJM, die vom 9. bis 13. Juni 2026 stattfinden, können ausschließlich auf Wettkämpfen mit dem offiziellen „Road to DJM“-Siegel geschwommen werden. Ziel dieses Formats ist es, dass die besten Nachwuchsschwimmer Deutschlands regelmäßig aufeinandertreffen und sich gegenseitig zu immer schnelleren Zeiten antreiben.
Auch der 1. Paderborner Schwimmverein nutzt diese Wettkämpfe intensiv. Die Schwimmerinnen und Schwimmer der Trainingsgemeinschaft TG 1 um Cheftrainer Alex Hante waren bislang bei vier solcher Veranstaltungen am Start: beim 19. Winterschwimmfest in Wetzlar (19.–21.12.2025), beim 5. Speed-Meet in Hannover (24./25.01.2026), bei den Swim & Fun Days in Essen (27.02.–01.03.2026) sowie bei den NRW-Meisterschaften über die langen Strecken in Düsseldorf (07./08.03.2026).
Erfolgreiche Rennen beim Speed-Meet in Hannover
Beim Speed-Meet in Hannover überzeugten mehrere Talente des 1. PSV mit starken Leistungen und persönlichen Bestzeiten.
Sara Höschen (Jg. 2011) schwamm über 50 m Freistil in 29,06 Sekunden zu einer neuen persönlichen Bestzeit und belegte damit Platz zwei in ihrem Jahrgang. Auch über 50 m Schmetterling zeigte sie eine starke Leistung und stellte mit 31,00 Sekunden ebenfalls eine Bestzeit auf.
Darya Sklyar (Jg. 2008) gewann über 400 m Freistil ihren Jahrgang mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 4:50,06 Minuten und bestätigte damit ihre starke Form auf der Langbahn.
Alexander Dolgich (Jg. 2011) sorgte über 50 m Schmetterling für eine besondere Überraschung: Mit 28,77 Sekundenschwamm er nicht nur schneller als seine bisherige Kurzbahnzeit, sondern qualifizierte sich auch erstmals über eine Schmetterlingsstrecke für die NRW-Meisterschaften.
Ein besonderes Highlight setzte Lukas Sarcevic (Jg. 2008). Er qualifizierte sich über 100 m Brust und 100 m Freistil für das offene Finale. Über 100 m Freistil schwamm er bereits im Vorlauf mit 54,84 Sekunden persönliche Bestzeit. Im Finale steigerte er sich nochmals deutlich und unterbot diese Zeit um eine halbe Sekunde auf 54,36 Sekunden, womit er sich die Silbermedaille im offenen Finale sicherte.
David Laikom (Jg. 2011) erfüllte über 50 m Freistil mit 25,64 Sekunden bereits sicher die Qualifikationszeit für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (Pflichtzeit: 25,80 Sekunden).
Swim & Fun Days in Essen bringen weitere Fortschritte
Auch bei den Swim & Fun Days in Essen konnten die Nachwuchsschwimmer des 1. PSV ihre Entwicklung eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Jette Schachler (Jg. 2012) blieb über 200 m Brust erstmals unter der Drei-Minuten-Marke und schwamm mit 2:59,61 Minuten persönliche Bestzeit. Damit qualifizierte sie sich zugleich erstmals für die offenen NRW-Meisterschaften sowie für die NRW-Jahrgangsmeisterschaften.
Sara Höschen (Jg. 2011) verbesserte sich über 50 m Schmetterling im Vergleich zum Vorjahr um ganze zwei Sekunden auf 30,73 Sekunden.
Pia Zillmann (Jg. 2008) zeigte über 50 m Brust ebenfalls eine deutliche Leistungssteigerung: Nachdem sie 2025 noch bei rund 37 Sekunden lag, schwamm sie nun 35,96 Sekunden.
Amelie Saika (Jg. 2010) belegte über 200 m Rücken mit einer persönlichen Bestzeit von 2:40,73 Minuten den zweiten Platz ihres Jahrgangs.
Johannes Kloppenburg (Jg. 2008), der erst in der vergangenen Kurzbahnsaison erstmals die Qualifikation für NRW-Wettkämpfe erreicht hatte, bewies erneut Kampfgeist. Nachdem er die Qualifikationszeit über 100 m Rücken knapp verpasst hatte, nutzte er die 100 m Freistil als letzte Chance – und schwamm die Strecke komplett in Rückenlage. In 1:05,17 Minuten unterbot er die geforderte Norm von 1:06 Minuten und bestätigte damit trotz einer Erkältung erneut sein NRW-Niveau.
NRW-Meisterschaften über die langen Strecken
Bei den NRW-Meisterschaften über die langen Strecken in Düsseldorf vertraten zwei Schwimmerinnen den 1. PSV: Marharyta Mohiliei (Jg. 2009) und Darya Sklyar (Jg. 2008).
Marharyta Mohiliei startete über 400 m Lagen. Anfang Februar war sie in Dortmund noch 5:47 Minutengeschwommen. Trotz einer krankheitsbedingten Trainingspause von zwei Wochen zwischen Dortmund und den NRW-Meisterschaften steigerte sie sich deutlich auf 5:39,25 Minuten.
Darya Sklyar ging über 800 m Freistil an den Start. Ihre persönliche Bestzeit aus Wetzlar von 10:31,72 Minuten hatte sie Anfang Februar in Dortmund bereits um eine halbe Minute auf 10:02,95 Minuten verbessert und sich damit für die NRW-Meisterschaften qualifiziert. In Düsseldorf bestätigte sie mit 10:03,53 Minuten nahezu exakt dieses Niveau und schwamm erneut ein stark eingeteiltes Rennen – auch wenn die anvisierte Zeit unter zehn Minuten diesmal noch knapp verpasst wurde.
Breite Qualifikation für die NRW-Meisterschaften
Insgesamt zwölf Einzelschwimmerinnen und -schwimmer des 1. PSV haben sich inzwischen für die offenen NRW-Meisterschaften in Wuppertal (21./22. März 2026) qualifiziert:
Amelie Saika (2010), Darya Sklyar (2008), Dora Milovanovic (2008), Jette Schachler (2012), Marharyta Mohiliei (2009), Pia Zillmann (2008), Sara Höschen (2011), Alexander Dolgich (2011), Ben Oliver Schachler (2010), David Laikom (2011), Johannes Kloppenburg (2008) und Lukas Sarcevic (2008).
Dort wird es für viele der Paderborner Talente vor allem darum gehen, weitere Qualifikationszeiten für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften zu erreichen. Bereits jetzt sind zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer des Vereins in den bundesweiten Bestenlisten für die DJM vertreten.
Nach den offenen NRW-Meisterschaften geht es für die Mannschaft dann direkt ins Ostertrainingslager, wo unter Leitung von Cheftrainer Alex Hante intensiv an der Form für den Saisonhöhepunkt gearbeitet wird. Ziel ist es, bei den anschließenden NRW-Jahrgangsmeisterschaften weitere DJM-Qualifikationen zu erschwimmen.
Viele der Paderborner Nachwuchstalente sind zwar bereits in den Bestenlisten für die DJM platziert, doch noch sind diese Platzierungen sehr volatil. Da nahezu alle Vereine erst vor ihren Trainingslagern stehen, ist damit zu rechnen, dass sich die Zeiten und Ranglisten nach Ostern noch deutlich verändern werden. Die kommenden Wochen versprechen daher einen spannenden Kampf um die Startplätze bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften.