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News 2017
[05.06.2017, U. Kramer]
Rieseneinsatz und Riesenerfolg: Marie Brockhaus Doppelmeisterin in Berlin — Trotz Abi-Stress zweimal Gold und einmal Silber für 19-jährige PSV-Schwimmerin
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Marie Brockhaus (links) wurde in Berlin zweifache Deutsche Meisterin sowie Vizemeisterin in der Juniorenklasse. Ihre Vereinskollegin Marlene Pape (rechts) platzierte sich nach gerade überstandener Erkältungskrankheit im Mittelfeld.
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Siegerehrung: Gold für Marie Brockhaus
"Vor dieser schier unglaublichen Energieleistung habe ich allergrößten Respekt. Und wer im Paderborner Sport dieses nicht versteht oder anders darüber denkt, der sollte lieber Murmeln zählen gehen!" Mit dieser Aussage würdigt PSV-Präsident Ulrich Kramer das, was Marie Brockhaus, 19-jähriges Aushängeschild seines Vereins, während der vergangenen Woche geleistet hat. Praktische Abiturprüfungen in Paderborn, Deutsche Juniorenmeisterschaften in Berlin, viermal mit dem Zug zwischen Pader und Spree hin- und her gependelt, und dann zwei Titel, einen zweiten und einen vierten Platz jeweils mit Vorlauf und Finale erschwommen, da kann man kein Lob hoch genug aufhängen."

Doch von Anfang an: Am Sonntag ging's mit der Bahn nach Berlin, PSV-Trainerin Ute Lenz, Marie Brockhaus und Marlene Pape als Schwimmerinnen, dazu Felix Kleiner als Betreuer und Rene Pascal Knott (17), erfolgversprechender Schwimmer aus Minden, der in Kürze zum 1. PSV wechseln wird. Zunächst eher etwas gedeckte Stimmung im Team, denn die beiden PSV-Mädels, insbesondere die 14-jährige Marlene Pape, mussten in den letzten Tagen vor dem Saisonhöhepunkt, den Deutschen Jahrgangs- und Juniorenmeisterschaften im Schwimmen, mit Erkältungskrankheiten mehrfach pausieren. Dann Montag, der erste Wettkampftag. Am Vormittag setzt Marie Brockhaus im Vorlauf über 200 m Schmetterling die Trainingsvorgaben bestens um, qualifiziert sich in 2:15,79 min. als Schnellste für das Finale. Am Nachmittag kann sie sich im Endlauf noch einmal steigern, schlägt in 2:13,56 min. als Siegerin an und gewinnt ihren ersten Titel als Deutsche Juniorenmeisterin.

Am Dienstagvormittag wieder Bestzeit über 200 m Rücken, am Nachmittag steigert sich Marie Brockhaus noch einmal auf 2:17,20 min. und wird Vierte. Aufgrund einer Verzögerung im Wettkampfablauf verpasst die Schülerin des Helene-Weber-Berufskollegs den Abend-Zug nach Paderborn. Erst früh morgens um 04.30 Uhr kann sie Richtung Paderborn fahren. Im Hallenbad Elsen legt sie ihre praktische Abiturprüfung im Schwimmen ab. Am Donnerstagvormittag dann die Abi-Prüfung im Badminton, danach zum Bahnhof, mit dem nächsten Zug nach Berlin. Am Freitag macht sie mit einem leichten Muskelkater vom Badmintonspiel auf, kann im Vorlauf über 100 m Schmetterling nur einen mittelprächtigen Start ins Wasser bringen, schafft dennoch als Schnellste den Sprung ins Finale. Knapp eine Stunde später folgt der Vorlauf über 50 m Rücken. Auch hier ist sie die Schnellste. Also noch ein Finale am Nachmittag. Ob das gut geht?

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Ein Ausbund an Energie: Marie Brockhaus schwimmt Rücken. Im Sprint über 50 m holte sie sich Gold in Berlin.

Dann der Nachmittag. Erster Endlauf über 100 m Schmetterling. Es gewinnt Jana Markgraf von der SB Bayer Wuppertal in 1:01,48 min. Nur 5/100 Sekunden danach schlägt Marie Brockhaus an. Platz zwei, Silber. "Der Start", so Trainerin Ute Lenz, "war grottig und kostete den Titel." Badminton und Schwimmen vertragen sich offenbar nur suboptimal. Schlappe 40 Minuten später dann das Finale über 50 m Rücken. Der Start (beim Rückenschwimmen startet man von unten, aus dem Wasser) klappt gut. Kein Fehler auf der kurzen Distanz. Anschlag nach 0:29,35 min., Platz eins, der zweite Titel ist da. Der OWL-Rekord der Bielefelderin Christine Schubert (0:29,74 min.) aus dem Jahr 2013 ist Geschichte.

Vier Starts, vier OWL-Rekorde, zwei Goldmedaillen, eine Silbermedaille, vier Fahrten zwischen Berlin und Paderborn, zwei Abiturprüfungen. Das alles passt in eine Woche. Wenn man so viel Energie hat wie Marie Brockhaus. Und eine so gute Trainerin wie Ute Lenz.

Nicht vergessen dürfen wir Marlene Pape. Sie landete bei ihren drei Starts über 50, 100 und 200 m Rücken im Mittelfeld, konnte sich nicht verbessern. Eine Woche Trainingsausfall im Vorfeld und eine kräftige Erkältung fordern doch ihren Tribut. Rene Pascal Knott, bald "der Neue" im PSV-Team, schaffte zwei Finalteilnahmen über 100 und 200m Rücken. Damit war er schneller als Andreas Wiesner im gleichen Alter. Eine gute Perspektive für ihn und den Schwimmsport in Paderborn.


© 2004 - 2017 1. Paderborner Schwimmverein von 1911 e.V. • Letzte Aktualisierung: 06.06.2017
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